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Sport- & Bewegungspark Masch

Halle (Westfalen), Sport- & Bewegungspark Masch

Baujahr: 2019 bis  2023
Leistungsphasen: 2 bis 9 gemäß HOAI

 

An der Wasserwerkstraße, am südlichen Rand der Stadt Halle in Westfalen ist ein mehr als 5 ha großer Sport- & Bewegungspark realisiert worden. Die Anlage bietet vielfältigen Sportangeboten für den organisierten Vereinssport, den Schulsport und nicht organisierte Sporttreibende. Für den Vereins- und Schulsport stellen die klassischen Sportarten wie Fußball und Leichtathletik unverzichtbare Elemente des Sport- & Bewegungsparks Masch dar. Hierfür stehen, überwiegend für die Leichtathletik, eine Wettkampfanlage Typ C mit Kurzstrecken- und Rundlaufbahn, Weit- und Dreisprunganlage, Hochsprunganlage sowie ein Kugelstoßbereich zur Verfügung. Zusätzlich bietet ein separat angelegtes Großspielfeld der Fußballabteilung des SC Halle beste Trainings- und Spielbedingungen. Abgerundet wird das Flächenangebot durch umliegende Rasenflächen, welche neben ihrer Funktion als Werferwiese besonders als Spiel- und Liegewiesen für vielfältige Freizeitaktivitäten genutzt werden.

 

Die Sportflächen wurden unter Berücksichitigung der Normenreihe DIN 18035 geplant und errichttet,wobei die Kunststoffflächen mit einem wasserundurchlässigen, gießbeschichteten Kunststoffbelag (Typ D, gem. DIN EN 14877) und die Kunststoffrasenflächen mit einer Quarzsand und Kork verfüllten Kunststoffrasenbelag (Typ 5, in Anlehnung an DIN EN 15330-1) ausgestattet worden sind. Der Kunststoffrasen wurde auf einer gebundenen elastischen Tragschicht (ET-Schicht) verlegt. Somit ist dauerhaft ein ausrechender Kraftabbau sichergestellt. Bei einem späteren Austausch des Kunststoffrasens kann die ET-Schicht weiter genutzt werden.

Um das Gleitverhalten des Kunstststoffrasenbelags zu verbessern, den Verschleiß der Kunststoffbändchen und die bei starker Sonneneinstrahlung entstehenden hohen Oberflächentemperaturen zu reduzieren, wurden die Großspielfelder mit einer automatischen Unterflurberegnungsanlage ausgestattet.  

Mit der Errichtung von Trainingsbeleuchtungsanlage für die Wettkampfanlage sowie das benachbarte Großspielfeld wird auch in den Abendstunden der Trainingsbetrieb ermöglicht. Zur Stromeinsparung wurden LED-Fluter verwendet.

Im nördlichen Bereich der Sportanlage ist ein jederzeit frei zugänglicher Skate- und Bewegungspark mit Bereichen für Beachsport, einem Skate- und Flowpark, einem Pumptrack und einem Kidstrack sowie einer Calisthenics- und Parkouranlage entstanden. Die Planung und Umsetzung dieses Bereichs fand in Zusammenarbeit mit dem Büro MAIER LANDSCHAFTSARCHITEKTUR statt.

 

Umfangreiche Tribünenanlagen geben Besucher*innen die Möglichkeit den sportlichen Aktivitäten zuzuschauen und fangen gleichzeitig den Höhenunterschied des Gesamtareals von ca. 3,40 m ab. Durch eine geschickte Anordnung der Wegeverbindungen und Rampen ist die Gesamtanlage barrierefrei nutzbar. Ein Kinderspielplatz und der großzügige Terrassenbereich am Vereinsgebäude werden durch artenreiche, insektenfreundliche und pflegeleichte Pflanzungen aus standortangepassten Stauden zu qualitativ hochwertigen Aufenthaltsräumen. Robuste und attraktive Baum-, Strauch- und Bodendecker-pflanzungen geben den erforderlichen PKW-Parkplätzen einen angemessenen Rahmen. Geschickt angeordnete und mit teilweise überdachten Fahrradstellplätzen ausgestattete Eingangsbereiche laden dazu ein am vielfältigen Freizeitangebot teilzunehmen.

 

Der Umgang mit Niederschlagswasser ist auf verschiedene Weisen gelöst worden. Die Flächenver-siegelung wurde auf das Notwendigste reduziert. Sportfunktional nicht erforderliche Flächen, z.B. im Bereich der Wettkampfanlage, wurden statt versiegelt, als Rasenfläche hergestellt. Bei den PKW-Stellplätzen sind die Überhangstreifen nicht gepflastert, sondern als Rasenmulde ausgebildet oder mit niedrigen Bodendeckern begrünt worden. Lediglich temporär benötigte Parkplatzflächen wurden als Schotterrasen hergestellt. Anfallendes Niederschlagswasser wird zum einen über die belebte Bodenzone versickert oder im süd-östlichen Bereich in einem landschaftlich gestalteten Regenrückhaltebecken gesammelt und anschließend gedrosselt in die unmittelbar angrenzende natürliche Vorflut, einem Seitenarm des „Kleine Bachs“, eingeleitet.

ULENBERG ILLGAS
Landschaftsarchitekten GmbH

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